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Schreibtipp: In ein anderes Leben schlüpfen

Kreatives Schreiben in Berlin - Schreibideen finden unterwegs in der StadtSchreibideen sammeln in der Stadt

Du suchst Inspirationen für eine Geschichte? Die Stadt und ihre Bewohner/-innen können dir eine Fülle an Ideen zum Schreiben liefern.

Beim Spazieren gehen oder Bahn fahren kannst du dich wie an einem reichhaltigen „Ideen-Buffet“ bedienen. Hierzu brauchst du nur die Menschen um dich herum zu beobachten. Wenn du in der Stadt unterwegs bist, idealerweise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Stadtbahn, U-Bahn, Bus oder Tram), pickst du dir eine Person raus und machst dir Notizen zu ihr. Lass dabei deiner Fantasie freien Lauf … Überlege z.B.:

  • Wer könnte die Person sein?
  • Was beschäftigt sie wohl gerade in diesem Moment?
  • Wohin ist sie unterwegs und weshalb?

Und für Fortgeschrittene: Was wäre, wenn du sie ansprechen würdest und bitten, sie ein Stück ihres Weges begleiten zu dürfen? Schreibe auf, was du mit der Person erleben bzw. von ihr lernen würdest. – Ganz Mutige unter euch setzen dies dann in die Tat um. ;-)

Lies hier eine Geschichte, die so entstanden ist: Der Flaneur

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Fünf Wortschaffende unter einem Dach

buerogemeinschaft-berlin-pankow-schreiben-coaching-beratung1Seit fünf Jahren gibt es die Bürogemeinschaft Kreuzstraße 9 in Berlin-Pankow schon – mit nunmehr fünf wortschaffenden Frauen, die hier unter einem Dach tätig sind.

Begründet im September 2010 von Kathrin Möller (Schreibberatung möllerscript) und Lydia Strutzberg (Textentwicklerin) ist das kleine Ladenbüro am Bürgerpark Pankow heute ein lebendiger Arbeits- und Kommunikationsort geworden. 2011 kam Gabriele Dietz (Gabriele Dietz Lektorat und Divan-Verlag), 2014 Claudia Berghaus (deine rhetorik) zu uns ins Haus. Und seit diesem Monat bereichert Lieselotte Rowley (Eckmann & Rowley: Text | Kommunikation) unser Netzwerk.

Die fünf Freiberuflerinnen machen die Kreuzstraße 9 zu einem Standort mit vielfältigem Dienstleistungsangebot. Wir bieten:

Schauen Sie doch einfach mal bei uns vorbei. Jeden letzten Dienstag im Monat, 19.30-21.00 Uhr gibt es einen offenen Schreibtreff zum Kennenlernen von Ort und Leuten und zum „Schnupperschreiben“.

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Neue Blogs entdecken… mit dem LiebsterAward

Bloggst du nur - oder empfiehlst du auch?

Bloggst du nur – oder empfiehlst du auch?

Meine Kollegin Nadja Bungard – Inhaberin der PR-Agentur mondpropaganda und Macherin der Mediensprechstunde – nominierte mich schon vor einiger Zeit für den so genannten „Liebster Award“. Vielen Dank, Nadja, dass du meine kleine Blogseite zu einem deiner liebsten Blogs auserkoren hast.

Der „Liebster Award“ ist eine – wie ich finde – schöne Idee, um Blogs miteinander zu vernetzen und dabei neue Entdeckungen zu machen. Hierfür empfehlen und befragen sich bloggende Menschen gegenseitig (mehr zu den Regeln des Liebster Awards am Artikelende).

Hier nun die Fragen, die Nadja mir gestellt hat und meine Antworten:

1. Was ist das Thema Deines Blogs?

Auf meiner Blogseite geht es um kreatives und autobiografisches Schreiben – gelegentlich kommt auch frauenpolitische Bildung vor, da ich mich zu diesem Thema hier und dort engagiere.

2. Warum schreibst Du ein Blog?

Für mich ist es wichtig, über meine Arbeit und die Themen, die mich dazu (und darüber hinaus) bewegen, mit anderen in Austausch zu treten. Deshalb verstehe ich mein Blog nicht nur als Ideen- und Neuigkeiten-Spender, sondern möchte mit meinen Beiträgen zum Antworten und Weiterdenken – bestenfalls zum aktiven Mittun einladen.

3. Seit wann und wie oft schreibst Du Blogbeiträge?

Obwohl ich schon zehn Jahre im „Schreibgeschäft“ tätig bin, habe ich erst im letzten Jahr (August 2014) mit dem Bloggen begonnen. Mir geht es dabei wie vielen Einzelkämpferinnen, die ich kenne: Am liebsten würde ich ja täglich bloggen, aber …. schon wieder sind zwei Wochen vorbei… :o) So bin ich schließlich bei 1-2 Beiträgen monatlich gelandet.

4. Für wen schreibst Du in Deinem Blog?

Mein Blog soll Leserinnen und Leser ansprechen, die ihr Schreiben weiterentwickeln wollen und hierfür gern neue Wege ausprobieren: kreative Methoden, die manchmal nur indirekt mit dem Schreiben zu tun haben – z.B. Gestalten mit Farben, Falten von Papier oder Spazieren an der frischen Luft.

5. Was inspiriert Dich zum Bloggen?

Die Themen, die mir im (Arbeits-) Alltag begegnen, inspirieren mich am meisten. Sowohl zum Schreiben von Blogartikeln als auch zum Weiterentwickeln meiner Angebote. Manchmal kann das eine Beobachtung sein, wie etwas im Beratungsprozess gut funktioniert hat oder eine Frage, die in einem Schreibworkshop immer wieder auftaucht. Ebenso inspirieren mich die Themen, denen ich im Austausch mit anderen Schreibenden und im Netz begegne.

6. Wieviel Zeit investierst Du in das Schreiben Deiner Blogbeiträge?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal schreibe ich einen Beitrag in 20 Minuten, manchmal auch über Tage – schrittweise. Dann kann ein Text insgesamt sogar ein oder zwei Stunden Schreibzeit benötigen.

7. Was ist die für Dich die optimale Länge eines Blogbeitrages?

Für mich gibt es keine „optimale“ Länge, die sich allgemein für Blogbeiträge festlegen ließe. Es kommt auf das Thema an. In vielen Fällen, etwa bei einem Veranstaltungshinweis oder einem Schreibtipp, finde ich es wohltuend, wenn der Blogbeitrag kurz und prägnant gehalten ist. Anderen Themen schadet es nicht, wenn sie mehr Raum bekommen, vor allem, wenn sie sich mit längeren Prozessen oder komplexeren Inhalten beschäftigen.

8. Worauf legst Du in Deinen Blogbeiträgen wert?

Neben dem Bezug zu meinen Themen ist das Wichtigste für mich, einen Wert für die Leser/-innen zu schaffen. Diejenigen, die meine Beiträge lesen, hoffe ich mit unterhaltsamer Information, mit Denkanstößen oder wenigstens kleinen Aha-Effekten zu beschenken.

9. Wie machst Du Dein Blog bekannt?

Ich verlinke neue Beiträge auf meiner Facebookseite und auf Twitter. Außerdem erwähne ich die letzten Artikel in meinem Newsletter, wo sie tatsächlich die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen (siehe nächste Frage).

10. Welche Reaktionen erhälst Du auf Deine Blogbeiträge?

Bisher bekomme ich meist am Rande – bei Gesprächen oder durch eine Bemerkung in einer Mail – mit, dass meine Beiträge gelesen werden. Da heißt es z.B. „Ich habe eine Frage zu der Veranstaltung, über die du geschrieben hast.“ oder „Den Schreibtipp vom Juli habe ich ausprobiert“. Interessant finde ich, dass die Links in meinem Newsletter, die zu Blogbeiträgen führen, am häufigsten geklickt werden.

11. Welche anderen Blogs liest Du regelmäßig?

Zahlreiche Blogs (und Nicht-Blogs), überall – wo ich gehe und stehe, wann immer ich ein Fitzelchen Zeit finde… zum Beispiel mit besonderen Interesse: die Beiträge der Autorin Zoë Beck, der Fotografin Sabine Felber oder der Querdenkerin Antje Schrupp. Zum Thema Schreiben: Gitte Härters Schreibnudel-Blog (nicht nur wegen der Inhalte, auch wegen der beseelten Illustrationen ;-)), ab und zu das Affenblog von Vladislav Melnik und Walter Epps Schreibsuchti-Blog. Sonst lese ich gern auch mal, was Katharina Lewald für bloggende Frauen so schreibt und verpasse möglichst keinen Artikel von Nicole Kempe (nicht nur) über Personal Branding und Expertenpositionierung.


Diese Regeln gelten beim Liebster Award:

  • Die Teilnahme ist freiwillig.
  • Der/die Nominierte bekommt elf Fragen gestellt.
  • Auf diese antwortet er/sie in einem eigenen Blog-Artikel und verlinkt die Seite der Person, die das eigene Blog nominiert hat, im Beitrag.
  • Der/die Nominierte überlegt sich ebenfalls elf Fragen, nominiert drei bis sechs Blogs und verlinkt diese ebenfalls im Beitrag. Zum Abschluss informiert er/sie die neu Nominierten.

Persönliche Anmerkung: Ich finde ja, Regeln sind immer dazu da, sie frei zu interpretieren. Insbesondere beim letzten Punkt würde ich persönlich die Nominierten vorher fragen, ob sie diese Ehre erhalten möchten. Und so werde ich es auch handhaben.- Ich werde berichten…

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Wortverwandlung auf Netzwerkparty

Metamorphosen – Armop met Hosen

Texte auf der Leine - Gedichte auf der Wortparty 2015

Gedichte auf der Leine – frisch geschrieben auf der Wortparty 2015

Auf unserer diesjährigen Netzwerkparty für Wortschaffende drehte sich alles um das Thema „Metamorphosen“. Verwandelte Wörter schmückten die Wände unserer Bürogemeinschaft in der Berliner Kreuzstraße – und auch in den Gesprächen ging es um Verwandlungen und Übergänge: in Berufs- und Lebenswegen. Wie bei jeder Wortparty gab es auch diesmal Gelegenheit zum kreativen Schreiben (siehe nebenstehendes Foto) und Spuren hinterlassen auf unserer Netzwerk-Landkarte „Wunderbare Wortwelten“.

Wir danken allen Besucher/innen der Wortparty für einen lebendigen, bunten Abend mit zahlreichen Wortwechseln. Mehr zu unseren Wortpartys steht hier: Netzwerkparty Berlin.

Und apropos „Übergänge“: Am So., 27.9. gibt es zu diesem Thema einen Schreibspaziergang. Kurzentschlossene Spazierfreudige können sich jetzt noch anmelden: info@moellerscript.de.

Auf der Wortparty 2015 - Netzwerkparty für Wortschaffende in Berlin

Auf der Wortparty 2015 – Netzwerkparty für Wortschaffende in Berlin

Wortgeschenke auf der Netzwerkparty 2015

Wortgeschenke für alle Beteiligten unseres Netzwerkspiels

Netzwerken auf Papier: Schreib- und Redekontinente auf unserer Netzwerk-Landkarte

Netzwerken auf Papier: Schreib- und Redekontinente auf unserer Netzwerk-Landkarte

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Schreibtisch frei in Bürogemeinschaft in Pankow

Raus aus dem Home-Office – rein ins sympatische Netzwerk:

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Bürogemeinschaft in Berlin Pankow, Kreuzstraße 9

Wir bieten freien Büroarbeitsplatz.

Unsere Bürogemeinschaft in der Kreuzstraße 9 in Berlin-Pankow hat wieder Kapazität!
Wir suchen: eine Besetzung für unseren dritten Schreibtisch (vorzugsweise an Selbstständige/Freiberuflerin aus dem Textbereich, Lektorat, Übersetzung o.ä.), die – so wie wir – nicht den ganzen Tag telefoniert. Dafür kannst du nach Herzenslust konzentriert arbeiten. Zur Zeit sind bei uns im Büro Freiberuflerinnen im Lektorat, der Schreibberatung und im Rhetoriktraining tätig.

Update: November 2015 – Der Büroarbeitsplatz ist wieder nun belegt.

Büroarbeitsplatz ab 15.11.15 frei

Freier Büroarbeitsplatz

Kosten für den Büroarbeitsplatz
120,- Euro pro Monat, inkl.:

  • Nutzung von Schreibtisch mit Büro-Drehsessel und Rollcontainer
  • Internetzugang über W-Lan
  • Nutzung der Teeküche
  • Reinigungspauschale

Bei Interesse: bitte per E-Mail melden: info@moellerscript.de oder telefonisch: 030 / 23 46 47 88 (Nachricht auf dem AB hinterlassen, wir rufen umgehend zurück).

Besprechungsraum und Seminarraum Kreuzstrasse 9 Berlin Pankow

Besprechungsraum kann nach Absprache genutzt werden.

 

 

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Kreatives Schreiben mit Geschichtenwürfeln

Kreatives Schreiben mit Story Cubes

Geschichten würfeln… beim offenen Schreibtreff

Endlich wieder letzter Dienstag im Monat! Endlich wieder:

Offener Treff für kreatives Schreiben

in der Kreuzstraße 9 in Berlin-Pankow.

Am morgigen Die, 31. März – 19.30 bis 21 Uhr – gibt es bei uns wieder Gelegenheit, die kreativen Hirnwindungen aufatmen zu lassen und die frisch gespitzten Stifte auf dem Papier tanzen zu lassen. In unserem Schreibtreff im März wird es aus gegebenem Anlass wohl (auch) um’s Osterthema gehen. Und wir werden mal ausprobieren, ob man Geschichten auch würfeln kann.

Wie immer schreiben wir kurze spontane Texte mit unterschiedlichen Schreibmethoden und lesen die entstandenen Geschichten auch gleich vor. Eigene Schreibideen und -wünsche sind herzlich willkommen!

Eintritt: frei / auf Spendenbasis

Anmeldung: info@moellerscript.de oder 030 / 23 46 47 88.

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Abendsalon mit Verlag Krug & Schadenberg

Krug & Schadenberg zu Gast bei beim Arbeitskreis Frauenpolitische Bildung

Krug & Schadenberg zu Gast bei beim Arbeitskreis Frauenpolitische Bildung

Bereits zum 35. Mal lädt der Arbeitskreis Frauenpolitische Bildung zur einer Soirée Nanas ein – einem Abendsalon, bei dem sich interessierte Frauen in persönlicher Runde treffen und netzwerken.

Am 26. März 2015 werden wir Andrea Krug und Dagmar Schadenberg zu Gast haben. Über zwei Jahrzehnte bereichern die beiden nun schon die Verlagslandschaft mit Büchern für Lesben und frauenliebende Frauen. Mit ihrem Verlag Krug & Schadenberg  stärken sie lesbische Themen und die dazugehörigen Stimmen von Autorinnen auf einem Buchmarkt, der sich immer mehr an Verkaufszahlen und dem Mainstream orientiert.

Die Bücher von Krug & Schadenberg begeistern nicht nur ihre LeserInnen, sondern fördern die Sichtbarkeit unterschiedlichster Lebensentwürfe und Lebenswelten. Inwiefern die Arbeit der Verlegerinnen damit auch frauenpolitisch bzw. gesellschaftlich wirksam ist, darüber möchten wir mit den beiden Bücherfrauen an diesem Abend sprechen. Wir freuen uns, von den persönlichen Highlights aus der langjährigen Verlagsarbeit zu hören, auf frauenengagierte Netzwerkarbeit und natürlich auf Ihre Teilnahme und interessierten Fragen.

35. Soirée Nanas mit Andrea Krug & Dagmar Schadenberg

Moderation: Kathrin Möller

Do., 26.03. 2015, 19.00 – ca. 21.00 Uhr
im Café Oberwasser
Zionskirchstraße 141
10119 Berlin-Mitte

Veranstaltet vom Arbeitskreis Frauenpolitische Bildung am Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung – finanziert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie.
Wir bitten um Anmeldung unter frauen@bildungswerk-boell.de oder Tel. 030/23464788.

 

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Ostseewind im Schreibheft – warum das Schreiben eine Reise wert ist…

 

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Kreativ Schreiben am Meer - Schreibreise an die Ostsee

Haben Sie schon einmal im Zug sitzend ein Gedicht geschrieben? Sich am Strand spazierend zu einer Kurzgeschichte inspirieren lassen? Wörter von einer Restaurantkarte gesammelt und auf einer Postkarte verschickt?

Noch nicht, denken Sie jetzt, aber neugierig macht das schon? Dann sollten Sie im nächsten Urlaub vielleicht einmal auf Schreibreise gehen.

Schreiben unterwegs schenkt frische Inspiration und Kraft für den Alltag. Schon allein, wenn wir aus der gewohnten Umgebung heraustreten und z.B. ans Meer fahren, gewinnen wir Abstand zur alltäglichen Routine. Durch das Schreiben auf Reisen können wir häufig die Dinge in und um uns auf neue Weise erschließen, die Eindrücke unterwegs besonders intensiv erleben. Schreibend können wir sortieren, fokussieren, entspannen, (Gedanken) spinnen und Neues entdecken.

Lesen Sie, was hinter den 12 Buchstaben SCHREIBREISE für mich ganz persönlich steckt: 12 Gründe, die mich zusammen mit meiner Kollegin Sandra Maria Fanroth schreibend auf Reisen gehen lassen.

Hier können Sie sich dazu informieren und anmelden: Schreibreise nach Rügen.

 

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Ode an eine Zitrone

kreative Schreibmethode: einen Liebesbrief an ein Obst schreiben

Das Schreiben mit allen Sinnen ist eine bewährte Regel, um Texten (aller Art) echtes Leben einzuhauchen.

Bei unserem Schreibtreff im Januar haben wir – zur Inspiration und Stärkung der Schreiblust – einen Liebesbrief an ein Obst verfasst. Und dabei auch das eine oder andere vitaminreiche Anschauungsmaterial direkt verspeist. Ich danke unserer Mitstreiterin Antje für ihren so entstandenen kleinen Spontantext, den ich hier veröffentlichen darf:

 

Meine Ode an die Zitrone

Viele verziehen nur das Gesicht und sagen, dass du sauer bist.
Aber ich verstehe dich, ich wäre auch sauer, wenn alle so ein Gesicht machen.
Dabei hast du auch ganz andere Qualitäten und bist ein Schatz.
Das muss mal gesagt werden.
Dein Gelb leuchtet.
Deine Vitamine verscheuchen die Viren.
Dein Duft erfrischt.
Manche erkennen, dass sauer lustig macht.
Du bist sehr flexibel und gern unterwegs.
Man kann dich in Limonaden, Cocktails und Duschgels treffen, im Brausepulver, im Eis und an vielen anderen Orten.
Du liebst auch die Gesellschaft von Äpfeln, Bananen und Orangen.

Ich mag dich und freue mich, dass es dich gibt.

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Unvernünftige Vorsätze für das neue Jahr

Haben Sie schon gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst? Vorsätze, die ernsthaft, vernünftig, erfolgsversprechend sind – aber daher vielleicht auch ein bisschen… öde?

Wie wäre es, wenn Sie sich für 2015 einmal etwas bisher Ungewagtes, Ungewöhnliches vornehmen, etwas Verrücktes – vermeintlich Unsinniges? Wie wäre es mit 5 möglichst unvernünftigen Vorsätzen, die weder nützlich noch geldeinbringend sind? Die jedoch schon beim Gedanken an sie ein kindisches Lächeln auf Ihr Gesicht zaubern, das Herz klopfen lassen.

Die Autorin Julia Cameron schlägt in ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“ vor, sich jede Woche eine gewisse Zeit für das freie absichtslose Tun zu nehmen – sie nennt es, mit dem „inneren, kreativen Kind“ einen „Künstlertreff“ abzuhalten.

Der unten stehende Text von Joseph Beuys ist eine – wie ich finde – inspirierende Ideensammlung für solche Vorsätze, die sich beliebig erweitern lässt. Vielleicht möchten Sie die Liste mit eigenen Vorsätzen erweitern – schreiben Sie dazu einfach einen Kommentar. Viel Freude beim Unvernünftig-Sein im neuen Jahr!

Mit bestem Dank an Jana Faust (das Grafik-Büro) für die Genehmigung zur Abbildung ihrer Neujahrsgrußkarte und für das Textfundstück:

Lass dich fallen, lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukle so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich, ‚verantwortlich zu sein‘ – tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Es wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.

Träume wilde, fantasievolle Träume.
Zeichne auf Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein. Sei frei. Preise dich selbst.

Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe …
– Joseph Beuys –